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Hallo Internet!

 

Wie sieben Seniorinnen und Senioren sich furchtlos aufmachten Tablets und Smartphones zu erforschen 

 

Mutig die Funktionen von mobilen Geräten und Apps erkunden, das haben sie gelernt die Senioren und Seniorinnen, die den ersten Kurs „Hallo Internet“ im Mehrgenerationenhaus St. Elisabeth absolvierten. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei von sieben jungen Tutorinnen und Tutoren, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite standen. Unterstützt und gefördert werden diese Kurse vom Land Bayern, Zentrum Bayern, Familie und Soziales sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dies ermöglichte es jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer auf Wunsch ein Tablet für die Dauer des Kurses zur Verfügung zu stellen. Aber auch eigene Geräte konnten mitgebracht und intensiver kennengelernt werden.

Und so funktioniert  jetzt das Verfassen von E-Mails und das Verschicken von Anhängen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gelernt, dass ein „Hot Spot“ keine heiße Suppe ist und wie sie sich ins WLAN einwählen können. Wie sie Apps aufs Tablet holen, wo sie vorsichtig sein und Berechtigungen verweigern sollten. Zuerst hatten sie Angst am Gerät etwas zu verstellen oder abzuschießen, aber alles kann wieder hergestellt und zurückgeholt werden, auch wenn dazu noch die Hilfe der jungen Partner nötig ist. Viel Übung und Geduld braucht es auch richtig zu „wischen“, zu „drücken„ und zu „tippen“ berichteten die Teilnehmer.

„Mutig drauf los und Spaß dabei“ hieß die Devise. Im Zweifelsfall geht es eben zurück zum Startbildschirm. Sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren mit Eifer dabei und haben gezeigt, dass die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Information auch mit Ü80 zur Lebensqualität und Teilhabe beitragen können. Weitermachen würden gerne alle sieben Senioren. Wie das organisiert werden kann überlegen die Tutorinnen und Helfer gerade. Vielleicht können mit Hilfe einer Hotline Termine zu Einzelberatungen vereinbart werden oder im Rahmen eines regelmäßigen Stammtisches die aufkommenden Probleme und Nachfragen erläutert und behoben werden.

Die jungen Tutorinnen und Tutoren sind jedenfalls schwer beeindruckt von der Konzentration und Motivation der Senioren und wollen auch weiter mithelfen, damit möglichst viele Senioren und Seniorinnen aus Kitzingen die Vorteile der Kommunikation und Information mithilfe des Internets nutzen und davon profitieren können. Weitergehen soll es auf jeden Fall, denn das Interesse an dem Kurs ist riesig. Noch über 70 Kitzinger Senioren stehen auf der Warteliste und möchten auch eintauchen in die Welt des WorldWideWeb und dort mitschwimmen.

Gerade für allein lebende alte Menschen ist ein Handy oder Tablet eine verlässliche Möglichkeit andere zu kontaktieren, sei es zum Vergnügen oder auch um Hilfe zu erhalten. „Dazu wollen wir beitragen und sind gespannt auf die weiteren Teilnehmer. Wir freuen uns über die Begeisterung und sind fasziniert von der Freude am lebenslangen Lernen“, sagt Petra Dlugosch, Projektleitung des Mehrgenerationenhauses St. Elisabeth.

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